GynZentrum Langenhagen


 

Im Juli 2026 haben Bundestag und Bundesrat das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzt beschlossen

Was Patientinnen jetzt wissen sollten

Ihre frauenärztliche Praxis ist für viele Fragen rund um Gesundheit, Vorsorge, Schwangerschaft, Verhütung, Beschwerden und Früherkennung die erste Anlaufstelle.

Mit dem geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sollen im Gesundheitssystem Kosten begrenzt werden. Das klingt zunächst technisch. Für Patientinnen kann es aber sehr konkrete Folgen haben: längere Wartezeiten, weniger kurzfristige Termine und mehr Druck auf eine ohnehin stark belastete Versorgung.

Es geht vor allem um:

  • Schwangerenvorsorge
  • Krebsfrüherkennung
  • kurzfristige Termine bei Beschwerden
  • zeitnahe Versorgung bei auffälligen Befunden
  • Endometriose und chronische Unterbauchschmerzen
  • Wechseljahresbeschwerden
  • Verhütungsberatung und Gesundheitsprävention
  • Impfprävention (Beratung und Impfen)

Nach Berechnungen des Berufsverbands der Frauenärztinnen und Frauenärzte e.V. (BVF) und der KBV könnten bundesweit bis zu 3,5 Millionen kurzfristige frauenärztliche Termine pro Jahr entfallen. Damit sind Termine gemeint, die Frauen brauchen, wenn etwas nicht bis zum nächsten regulären Vorsorgetermin warten kann.

Zum Beispiel:

  • bei Beschwerden (in der Schwangerschaft)
  • bei auffälligen Befunden
  • bei Entzündungen
  • bei dringendem Beratungsbedarf

Diese Termine sind kein Luxus. Sie sind ein zentraler Teil guter frauenärztlicher Versorgung.

Unsere  Sorge ist: Wenn medizinisch notwendige Leistungen stärker begrenzt oder finanziell gedeckelt werden, kann der Zugang schwieriger werden. Dann bleiben Leistungen zwar grundsätzlich vorgesehen, sind aber in der Praxis schwerer zeitnah zu bekommen. Für Patientinnen macht das einen großen Unterschied. Eine Untersuchung, die medizinisch sinnvoll ist, hilft nur dann, wenn sie auch rechtzeitig stattfinden kann.

Viele Frauenarztpraxen arbeiten bereits heute an der Belastungsgrenze und haben unter Umständen schon Aufnahmestopp. Termine, Personal, Räume, Labor und Technik müssen organisiert und finanziert werden. Wenn politische Sparmaßnahmen dazu führen, dass wichtige Leistungen schlechter finanziert werden, können Praxen ihr Angebot nicht aufrechterhalten. Das ist kein abstraktes Problem. Es betrifft konkret die Versorgung der Patientinnen vor Ort.

Kostenlose Webseite von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!